das Verhältnis zwischen der Freiheit und der Sicherheit

Die Frage, ob die Sicherheit oder die Freiheit wichtiger ist, stellen sich die Menschen seit Jahrhunderten. Ob ein Leben mit voller Sicherheit oder mit voller Freiheit für eine Gesellschaft besser geeignet ist, kann man immer noch nicht genau sagen.Heutzutage stellt man sich diese Fragen über das Verhältnis zwischen der Sicherheit und der Freiheit vor allem zum Thema Überwachungsstaat. Die Menschen erfahren immer wieder, dass sie vom Staat überwacht werden. Die Nachteile davon sind aber wenig bekannt. In diesem Text versuche ich diese Fragen zu beantworten, indem ich die Werte „Sicherheit“ und „Freiheit“ vergleiche und die Vor- und Nachteile eines Überwachungsstaates im Hinblick auf diese Werte erläutere.

Als Erstes möchte ich die Begriffe „Sicherheit“ und „Freiheit“ klären.

„Sicherheit ist die Abwesenheit einer existenziellen Bedrohung gesehen, die zentrale Werte eines Individuums gefährden könnte.” [1] 

Sie hat viele Dimensionen wie z.B. wirtschaftliche Sicherheit, Ernährungssicherheit, gesundheitliche Sicherheit, Umweltsicherheit, persönliche Sicherheit, politische Sicherheit und Sicherheit der Gemeinschaft.[2] Sicherheit zu schaffen ist dabei eine Aufgabe staatlicher Ordnung, weil jedes Individuum seine Freiheit selber einschränkt, um eine höhere Gewalt zu schaffen, indem es seine Regierenden wählt und sich für seine Sicherheit unter dieser Macht stellt.

 „Freiheit ist ein Zustand, bei dem ein Individuum ohne jeglichen äußeren und inneren Zwang zwischen mehreren Optionen und Alternativen selbstbestimmt wählen und entscheiden kann.“ [3]

Diese hat zwei Formen: die negative und positive Freiheit. Die negative Freiheit ist die Freiheit von Zwängen und Regelungen. Sie bringt auch die Handlungs- und Entscheidungsfreiheit mit sich. Die positive Freiheit ist dagegen die Freiheit der Selbstbestimmung. Wenn man die negative Freiheit erreicht hat, eröffnet sich der Weg zur positiven Freiheit.

Aber welche von den oben beschriebenen Werten ist wichtiger? Diese lässt sich nicht einfach beantworten. Während Thomas Hobbes die Sicherheit des Staates in den Vordergrund stellt, stellen andere Philosophen, wie John Locke, das Individuum in den Vordergrund. Aus diesem Grund soll jeder selber entscheiden, welchen Wert er über den anderen stellt. Dabei soll man sich aber das Verhältnis von Sicherheit und Freiheit klar machen. Um sein eigenes Leben und das Überleben der Gesellschaft zu sichern, soll man einen Teil seiner Freiheit aufgeben, indem man den Staat das Recht gibt, sich zu regieren und für das Individuum zu entscheiden. Hier sieht man, dass die Sicherheit die Freiheit des Individuums einschränkt. Die Freiheit hat man aber nur dann, wenn man seine Sicherheit aufgibt. Aber wenn man die Sicherheit komplett aufgibt, wie kann man die Freiheit sichern? Existiert überhaupt ein Mittelpunkt von beiden Werten?


[1]Nielebock, Thomas (2016): Frieden und Sicherheit- Ziele und Mittel der Politikgestaltung. In: Neue Herausforderungen der Friedens- und Sicherheitspolitik. Deutschland & Europa. Landzentrale für politische Bildung Baden- Württemberg 71/2016; S 6-17
[2] Vgl: https://www.lpb-bw.de/was-ist-sicherheit.html
[3] https://www.wertesysteme.de//alle-werte-definition/d-e-f/freiheit/?=1

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